Eine Krise ist ein produktiver Zustand, man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen!

 

 

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Die Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim feiert ihren traditionellen Adventsbasar


Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und die Böhl-Iggelheimer wüssten kaum ihre Lieben zu beschenken ohne die immer neuen Ideen des Adventsbasars der Peter-Gärtner-Realschule plus (PGRS+). So war es nicht verwunderlich, dass in diesem Jahr wieder viele Besucher zu den liebevoll gestalteten Ständen der einzelnen Klassen strömten. Diese hatten in den letzten Wochen gesägt, gehämmert und gebastelt, gekocht und gebacken, um ihren Gästen ein abwechslungsreiches Angebot an Originellem und Außergewöhnlichem bieten zu können. Endlich konnten sie nun Eltern, Freunde und Ehemalige begrüßen, um Präsente an die Frau und nebenbei ein wenig Bares in die Klassenkassen zu bringen. Im reichhaltigen Angebot fanden sich Kerzen, Badekugeln, Etagèren, Öle, Kräutersalze, Geschenkboxen und selbstverständlich Weihnachtsgebäck, aber auch kunstvoll gestaltete Leuchten, Marmeladen und hochwertiger Christbaumschmuck aus Holz.

Abseits der Stände wurden die Gäste durch ein Bühnenprogramm unterhalten, das von den Schülerinnen der PGRS+ selbst gestaltet worden war. Die Schülersprecher Lisa Schlaps und Faran Khan moderierten das eigens zu diesem Anlass geschaffene Weihnachtsmusical, bei dem unter Beteiligung fast aller Jahrgänge gesungen, musiziert und gespielt wurde. Neben der Trompeten-AG und zweier Tanz-AGs traten dabei vor allem Ejona Krasniqi und Faza Shala als Gesangssolistinnen in Erscheinung.

Lediglich zur Scheckübergabe durch Schulleiter Markus Jung an die Hungermarsch-Veranstalter um Reinhold Saur übernahmen die Erwachsenen kurz die Bühne. Die diesjährige Spendensumme von 1250.- Euro wurde durch die Teilnahme zahlreicher Schülerinnen am „Sozialen Tag“ aufgebracht.

Ohne die sehr engagierte Unterstützung des Fördervereins und des Schulelternbeirates allerdings, wäre eine Veranstaltung dieser Größe für die Klassen und ihre Lehrerinnen und Lehrer nur schwer zu stemmen. Wie üblich gehen auch 2019 wieder 10% der Einnahmen als Spende an den Verein "Hilfe für Sri Lanka West e.V." aus Neustadt.

 



Die Klasse 8c hatte großen Spaß an ihrem Verkaufsstand

 

 


Für das leibliche Wohl war gesorgt

 

 


Reinhold Saur (dritter von links) freute sich mit Schulleiter Markus Jung
über 1250.- Euro für das Projekt „Ökumenischer Hungermarsch Böhl-Iggelheim“

 

 


Am Weihnachtsmusical waren Schülerinnen und Schüler fast aller Jahrgänge beteiligt

 

 

 


Text: Markus Jung
Fotos: Janine Schneider

 

 

 

 

 

 

 

Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim froh über großen Zuspruch beim Tag der Offenen Tür

Das Schulleitungsteam um Rektor Markus Jung freute sich sichtlich, so vielen Gästen das Konzept der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim (PGRS+) vorstellen zu dürfen. Im Zentrum stand dabei das Ganztageskonzept der Schule, das von beeindruckenden 80% der Schüler genutzt werde. Es ermögliche vor allem in den Hauptfächern sieben Stunden mehr Unterricht pro Woche und verbessere die Leistungen aller Schüler enorm. In sechs Stunden Mathematik, Englisch oder Deutsch lasse sich der Stoff eben gründlicher vermitteln als in nur vier Stunden. Markus Jung veranschaulichte das mit der Bitte an die Eltern, sich ihren typischen Arbeitsalltag in Betrieb oder Haushalt vorzustellen und sich dann auszumalen, sie hätten für dieselbe Arbeit die anderthalbfache Zeit zur Verfügung. Keine Frage, dass dann sowohl Arbeitsergebnis als auch Arbeitsatmosphäre besser wären.


Konrektor Thomas Hasenöhrl betonte, dass die PGRS+ eine Realschule plus in integrativer Form sei. Das habe den Vorteil, dass die Schüler länger im vertrauten Klassenverband blieben und über vier Jahre von gleich zwei Klassenleitern unterrichtet werden könnten. So entstünden stabile und verlässliche Bindungen, die ein störungsfreies und erfolgreiches Lernen begünstigten. Davon profitierten nachweislich alle Schüler, leistungsstärkere wie leistungsschwächere. Er machte das an den schulischen Erfolgen der letzten Jahre deutlich: über 30% der Absolventen setzten ihre Schullaufbahn an einer gymnasiale Oberstufe fort und viele studierten sogar. Das gängige Vorurteil, integrative Systeme seien nur für schwächere Schüler sinnvoll, konnte er so überzeugend widerlegen.

Die Pädagogische Koordinatorin Magdalena Hellstern ergänzte, dass die beiden Klassenleiter ihre Schützlinge durch die gemeinsamen Jahre so gut kennen würden, dass sie diese bezüglich ihres weiteren schulischen oder beruflichen Weges sehr individuell beraten könnten. Sie wies darauf hin, dass die PGRS+ die Jugendlichen und ihre Eltern in diesem wichtigen Bereich auch mit Hilfe zahlreicher außerschulischer Partner unterstütze.

Währenddessen erkundeten die zukünftigen 5.-Klässler zunächst das Schulgebäude und wurden dabei von einem Programm unterhalten, das ihnen Schulklassen aller Jahrgänge boten. Sie konnten sich an physikalischen oder chemischen Experimenten versuchen, an einer Mathematik-Werkstatt teilnehmen, die Computersäle besuchen oder einfach einen Spieleparcours in einer der Schulturnhallen zum Toben nutzen.

Die neuen 5.-Klässler können ab Montag, 03.02.2020, im Sekretariat der PGRS+ angemeldet werden. Alle wichtigen Informationen sind auf der Homepage zu finden: www.peter-gaertner-realschuleplus.de.

 

 


Der Schulelternbeirat kümmerte sich um das leibliche Wohl

 



Schule kann sichtlich Spaß machen, …

 



… vor allem, wenn man lustige Ideen für den Unterricht hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Johannes Zehfuß am Schulbesuchstag des Landtages zu Gast an der PGRS+ Böhl-Iggelheim


Das Datum des 9. November steht in der deutschen Geschichte für gewaltsame und gewaltlose Revolutionen, es steht für das Aufeinandertreffen demokratischer und autokratischer Kräfte: 1918 parlamentarische Demokratie und Räterepublik, 1938 Menschenrechte und Rassismus, 1989 Freiheitsdrang und Autokratie. Das Datum ist Aufforderung, sich der Bedingungen von Freiheit und Demokratie zu vergewissern und die historischen Ereignisse durch Einbeziehung aktueller Fragestellungen auf die Gegenwart und Zukunft zu beziehen.

Vor diesem Hintergrund will der Landtag mit dem Projekt „Schulbesuchstag 9. November“ Jugend und Politik in den Dialog bringen. Schülerinnen und Schülern soll die Möglichkeit gegeben werden, mit Landtagsabgeordneten, die an diesem Tag Schulen in ganz Rheinland-Pfalz besuchen, über Politik zu diskutieren. Auch wenn der Ausgangspunkt die geschichtlichen Ereignisse des 9. Novembers sind, geht es im Rahmen des Schulbesuchstags um die generelle Auseinandersetzung mit politischen Themen.

Und so nutzten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b der PGRS+ das Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 zu einem intensiven Austausch mit Johannes Zehfuß, Repräsentant des Wahlkreises Mutterstadt im Landtag. Sie hatten die historischen Geschehnisse mit ihrem Geschichtslehrer Stefan Erbe besprochen, aber auch die aktuellen Geschehnisse in Halle in den Blick genommen. Daraus war der Entschluss entstanden, das KZ Buchenwald bei Weimar zu besuchen und sie freuten sich sichtlich, dass der Förderverein der PGRS+ die Hälfte der Kosten dieser ganz besonderen Klassenfahrt tragen wird. Wie konnte es dazu kommen, wieso scheinen so viele Menschen nichts aus diesen schrecklichen Ereignissen gelernt zu haben, was kann jeder Einzelne tun, damit sich das nicht wiederholen kann? Die großen Fragen der deutschen Geschichte und der deutschen Gegenwart beschäftigten die Jugendlichen und ihren Besucher. Johannes Zehfuß war sichtlich beeindruckt von der Ernsthaftigkeit der 16-Jährigen und bestärkte sie in ihrem Vorhaben, Buchenwald zu besuchen, konnte er doch von seinen eigenen Eindrücken vor Ort berichten und wie stark sie auch ihn beeinflusst hatten. Nach der Reise der Klasse im Dezember will man sich wieder treffen, um diese Eindrücke gemeinsam aufzuarbeiten.

 



Johannes Zehfuß (3.v.l.) mit der Klasse 10b und Klassenleiter Stefan Erbe

 

 

 

 

Text und Foto: Markus Jung

 

 

 

 

 

 

 

Nachwuchsforscher der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim in Aktion

Ganz unter dem Motto „Forscher in Aktion“ experimentierten die 19 Schülerinnen und Schüler der 5a der PGRS plus im Kids‘ Lab der BASF. Dabei galt es, sich in die Arbeitsweisen eines Naturwissenschaftlers hinein zu versetzen. Dazu sollten Hypothesen zu Fragen aufgestellt, mit einem Experiment überprüft und anschließend in dem Forscherrat der Klasse vorgestellt werden. Zum Beispiel galt es die Frage zu klären „Kann man Süßigkeiten bereits durch die Verpackung riechen?“ oder „Welche Materialien eigenen sich in der Automobilverarbeitung?“ In einem weiteren Experiment wurde mit den einfachen Haushaltsmaterialien Stärke, Natron und Wasser ein Schwamm ohne Kunststoff hergestellt und so die Verwendung der endlichen Ressource Erdöl vermieden. Es wurde den ganzen Vormittag mit viel Konzentration und Elan an zehn Experimenten geforscht, so dass es für alle Beteiligte ein wertvoller Unterrichtsgang war und gerne wiederholt wird.

 

 


Die Klasse 5a im Kids‘ Lab der BASF

 

 


Luka und Albatrit haben Spaß an ihrem Forschungsauftrag

 

 

 

 

Text und Fotos: Lisa Engl

 

 

 

 

 

 

 

Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim erhält Förderung des Pfälzischen Lehrerwaisenstifts


Am 18.10.2019 feierte das Pfälzische Lehrerwaisenstift seine Gründung vor 150 Jahren, Anlass genug zur Feierstunde in die Pfalzgalerie Kaiserslautern zu bitten. Eine Einladung erging dabei auch an die Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim, da deren Namensgeber Peter Gärtner 1869 nicht nur zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehörte, sondern 1872 zu dessen erstem Vereinsvorsitzenden bestimmt wurde. Da der Verein bereits 2015 in eine Stiftung umgewandelt wurde, die sich nun auch die Förderung der Bildung und Erziehung in Rheinhessen-Pfalz zur Aufgabe macht, ist seit diesem Zeitpunkt eine Unterstützung schulischer Bildungsprojekte möglich. Das nahm das Pfälzische Lehrerwaisenstift zum Anlass, die Schule am langjährigen Wirkungsort Peter Gärtners bei ihrem Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mit einer Geldspende von 1000.- Euro zu bedenken. Schulleiter Markus Jung nahm die großzügige Spendensumme dankbar entgegen und verpflichtete sich gemeinsam mit der Schulgemeinschaft, diese im Sinne der Stiftung und des Projektes gegen Diskriminierung und Ausgrenzung sinnvoll zu verwenden.

 

 


Die Schülersprecher Lisa Schlaps und Faran Khan
vor einer Bildwand des Namensgebers Peter Gärtner

 

 

 


Text und Foto: Markus Jung